Perlenschmuck
Die Entstehung einer Naturperle
Perlen entstehen ausschließlich in bestimmten perlbildenden Muscheln, deren Gewebe durch eingedrungene Fremdkörper verletzt wurde. Die Epithelzellen der Muschel umhüllen diesen Fremdkörper daraufhin mit mehreren Schichten Perlmutt. Dieser Prozess kann mehrere Jahre dauern und ist eigentlich als Schutzreaktion der Muschel zu verstehen.
So verwundert es auch nicht, dass Naturperlen – auch Orientperlen genannt – eine extreme Seltenheit und insbesondere auf dem heutigen Schmuckmarkt kaum mehr erhältlich sind.
Das Aufkommen der Zuchtperle
Die ersten vollrunden Zuchtperlen eroberten in den 1920er Jahren den weltweiten Markt. Moderner Schmuck mit Perlen besteht heute beinahe ausschließlich aus Zuchtperlen. Sind diese nicht rund, sondern unregelmäßig geformt, nennt man sie übrigens Barockperlen.
Bei der Perlenzucht werden kleine Transplantate von Menschenhand in die Muschel eingebracht, die dann mit Schichten aus Perlmutt überzogen werden. Gezüchtet werden Perlen sowohl in Süßwasser als auch in Salzwasser.
Da es sich auch bei der Zuchtperle um einen natürlichen Wachstumsprozess und ein organisches Endprodukt handelt, muss bei jeder Ernte mit deutlichen Qualitätsunterschieden gerechnet werden.
Die Top 5 der Zuchtperlen
Perlenschmuck wird aus unterschiedlichen Typen gefertigt, die sich in Herkunft, Form und Farbe unterscheiden und aufgrund unterschiedlicher Qualitäten geschätzt werden.
Süßwasser
Süßwasserzuchtperlen warten mit einer großen Form- und Farbvielfalt auf. Sie entstehen in Seen und Flüssen, wo die entsprechenden Muscheln leichter anzubauen sind. Auch der Ertrag ist oft hoch, was diesen Perlentyp erschwinglicher als andere macht.
Wenn Sie also auf der Suche nach kostengünstigen Perlenketten sind, ist ein Perlen Collier aus diesem Perlentyp zu empfehlen.
Akoya
Hierbei handelt es sich um japanische oder chinesische Salzwasserperlen, deren natürliche Farbe zwischen Weiß und Creme liegt. Akoyazuchtperlen zeichnen sich durch einen intensiven Lüster aus und werden in der Regel in einer Größe von bis zu 10 mm gehandelt. In unserem Onlineshop bieten wir Ihnen übrigens eine schöne Auswahl an passenden Vintage Perlenketten.
Da die Akoyamuschel anfälliger für Temperaturschwankungen ist und das Wachstum ihrer Perlen verhältnismäßig langsam, sind Akoyaperlen teurer.
Tahiti
Tahitizuchtperlen bestechen durch ihre typische silbergraue Farbe und werden vor allem aufgrund ihrer Größe und ihres Orients geschätzt. Dieser bezeichnet den natürlichen Glanz einer Perle und reicht bei Tahitiperlen von Blau über Grün bis hin zu Pink. In Verbindung mit dem grauen Unterton entsteht so ein wunderschönes Farbenspiel.
Auch in geringer Anzahl können Tahitizuchtperlen also große Wirkung erzeugen. Ein schlichtes Paar Perlenohrringe kann ausgesprochen mondän wirken und kommt ohne großes Beiwerk aus.
Südsee
Südseezuchtperlen zählen zu den größten Perlen und können bis zu einer Größe von 20 mm heranwachsen. Dadurch gehören sie zu den beliebtesten und auch teuersten Perlen.
Südseezuchtperlen sind für ihren satten goldenen Farbton bekannt, kommen jedoch auch in Weiß und Silber vor. Dadurch können sie wunderbar in Kombination mit Diamanten und Farbsteinen verarbeitet werden, machen sich aber auch sehr gut als puristische Perlen Ohrstecker, Ringe oder Anhänger.
Saatperlen
Unter Saatperlen sind sehr kleine Naturperlen zu verstehen, die sich ohne menschliches Zutun in einer Muschel bilden. Sie sind oft in Antikschmuck zu finden – vor allem in antikem Brautschmuck oder in mehrreihigen Hals- und Perlen Armbändern – und erfreuten sich im Historismus und der Belle Époque großer Beliebtheit.